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Herbstmeister in der Bereichsliga – Steigerungsmöglichkeiten aber noch vorhanden

Ein Bericht von Raimo Vollstädt.

SK Mannheim I – SV Walldorf III          5,5:2,5
 
Wie es bei dritten Mannschaften so ist, eine Vorhersage über die Aufstellung zu so einem frühen Saisonzeitpunkt ist fast unmöglich. Umso mehr waren wir doch überrascht, dass Walldorf mit einer so „schlechten“ Mannschaft gegen uns antrat, zumindest auf dem Papier. Etwa 200 DWZ-Punkte weniger brachten die Walldorfer im Mannschaftsdurchschnitt mit nach Mannheim.
An den Brettern war davon jedoch zunächst nichts zu spüren. Nach der Eröffnungsphase waren noch keinerlei Vorteile bei uns zu erkennen, abgesehen vielleicht von der Partie am Spitzenbrett, wo sich Horst Schmidt den mittlerweile gewohnten wilden Schlagabtausch mit seinem Walldorfer Kontrahenten lieferte.
Früh mit einem Remis zufrieden geben musste sich Tatjana Rubina, die mit Schwarz gegen ihren über 200 DWZ-Punkte schlechteren Gegenüber nichts Zählbares aus der Partie herausholen konnte. Nach dem Abschluss der allgemeinen Eröffnungsphase hagelte es fast nur von Remisangeboten der Walldorfer.
Die Führung für uns besorgte Horst, der mit Schwarz bei weißer langer Rochade auf die eigene verzichtete und einen vernichtenden Zentrumsangriff startete. Horst führt damit mit 3 Punkten aus 3 Partien gemeinsam mit Stephan Würtele vom SC Reilingen – der dort allerdings im Mittelfeld aufgestellt ist – die Bestenliste der Bereichsliga an. Am ersten Brett 100 % ist schon eine andere Qualität.
Als nächster gewann Dirk Eulberg seine Partie. Er konnte als Weißer seine Türme auf der gegnerischen siebten Reihe verdoppeln und baute seinen positionellen Vorteil sorgsam Schritt für Schritt aus. Um den Mattdrohungen zu entgehen, musste der Walldorfer zunächst eine Qualität und im Anschluss noch einen Springer geben, das war natürlich zu viel Material.
Jana Basovskiy an Brett 7 spielte in ihrer gewohnt ruhigen, aber effizienten Art. Ihre Stellungsvorteile nach und nach ausbauend, holte sie schließlich zum entscheidenden Schlag zum 3,5:0,5 Zwischenstand aus. Manchmal sieht man gar nicht, wie Jana ihre Partien gewinnt – so leise geht es bei ihr auf dem Brett zu - ihre Stellungsbeurteilung ist aber wirklich sehr, sehr gut – 100 % bislang.
Mittlerweile war abzusehen, dass Peter Kilthau an Brett 6 seine Partie gewinnen würde. Im Rennen der Freibauern war Peter ganz entscheidend schneller, und auch wenn sein Walldorfer Gegenspieler noch lange auf verlorenem Posten weiterspielte, Peters neue Dame machte das Rennen. Wenn er es schafft, sich während der Partien von diversen schachlichen Nebenkriegsschauplätzen freizumachen, läuft es in Zukunft sicher noch besser.
Kurz zuvor gab Raimo Vollstädt seine Partie Remis. Nachdem er es nach der Eröffnung versäumte, eine Qualität zu gewinnen, geriet ihm selbst ein Bauer abhanden. Da sein Walldorfer Gegner im Endspiel kurz den Überblick verlor, wickelte Raimo in ein Endspiel K+T+Randbauer gegen K+T ab. Allerdings – dank Werners Endspieltraining – war klar, aus dem Mehrbauern war kein Kapital zu schlagen. Da läuft in dieser Saison noch nicht alles rund, der Anspruch klafft mit der Wirklichkeit noch weit auseinander.
Damit war der Mannschaftssieg bereits in trockenen Tüchern, auch wenn Walldorf durch die Niederlage von Rafael Rimpler noch einmal verkürzen konnte. In einem Bauernendspiel verfügte der Walldorfer über einen Mehrbauern, der allerdings ein Doppel-Freibauer war. Trotzdem geriet Rafael in Zugzwang, welcher die gegnerische Bauernumwandlung nicht hätte verhindern können.
Nach fast fünf Stunden musste sich als Letzter Hans Guggenheim mit einem Remis begnügen. Er erhielt – wie viele andere von uns auch – bereits nach der Eröffnung ein Remisangebot, entschied sich aber, das Leichtfigurenendspiel „guter“ Springer gegen „schlechter“ Läufer mit einem Mehrbauern weiter zu spielen. Das ist natürlich nicht so ganz einfach, und vielleicht versuchte Hans, am Ende nach fünf Stunden die Entscheidung zu erzwingen, aber Opposition ist Opposition, da half auch der zuletzt verbliebene Mehrbauer nicht.
Damit haben wir den Platz an der Tabellenspitze zumindest bis zum 13.Januar nächsten Jahres verteidigt. Mit zwei Brettpunkten Vorsprung vor dem ebenfalls verlustpunktfreien SC Viernheim III, gefolgt vom SC Ketsch mit 4:2 Mannschaftspunkten und SV Hockenheim 4 mit 3:3 Punkten, die heute knapp unsere 2. Mannschaft besiegen konnten. Den Bericht hierzu finden Sie hier.
Am 13. Januar 2019 könnte bereits der Showdown sein um den einzigen Aufstiegsplatz der Bereichsliga, wenn wir nach Viernheim reisen müssen. Den Aufstellungen nach zu urteilen, ist die Drittvertretung des erfolgreichen Bundesligaaufsteigers Favorit. Aber wer weiß, vielleicht wachsen wir im Januar ja über uns hinaus.

02.12.18, 22:23 von Christian Vetterolf
Letzte Änderung: 02.12.18, 22:28 von Christian Vetterolf

Saisonauftakt gelungen – aber noch Sand im Getriebe

Ein Bericht von Raimo Vollstädt.

SK Sandhausen II – SK Mannheim I 3:5
 
Unsere Erste fuhr in der zweiten Runde der Bereichsliga Nord 1 einen zwar ungefährdeten, aber nicht ganz so souveränen Sieg gegen einen nominell doch deutlich schlechter einzuschätzenden Gegner ein. Nach dem Warmspielen in der 1. Runde war es für unser Spitzenteam eine erste Standortbestimmung im Kampf um die Tabellenspitze, die dicken Brocken warten schließlich noch auf uns.
Einen ruhigen Sonntag bescherte Matthias Iacsa der kurzfristige krankheitsbedingte Ausfall eines Sandhausener Spielers, das letzte Brett wurde von unseren Gegnern gar nicht erst nominiert.
Alle weiteren Mannheimer Akteure kamen gut aus den Eröffnungen.
Unserem neuen Spitzenbrett Horst Schmidt war es vorbehalten, auf 2:0 zu erhöhen. In einer von beiden Seiten äußerst scharf vorgetragenen Angriffspartie mit offenen Königen, in der Horst jedoch stets auf der Höhe war und zahlreiche Drohungen aufstellte, überschritt sein Gegenspieler noch weit vor dem 40. Zug die Zeit.
Den folgenden Anschlusstreffer verdankten die Sandhausener einem kapitalen Blackout von Dirk Eulberg. Just mit der eigenen Mattdrohung vor Augen ließ sich Dirk Dame und König gabeln und gab natürlich direkt auf.
Tatiana Rubina stellte den alten Abstand wieder her. In ihrer gewohnt soliden Spielweise gewann sie erst einen Bauern, dann einen weiteren. Der Rest war für unsere erfahrene Frauen-Bundesligaspielerin (als Gastspielerin bei den Karlsruher SF) Formsache.
Peter Kilthau verbrauchte in seiner Partie nicht übermäßig viel Bedenkzeit, dafür aber gleich 3 Uhren, nachdem eine nach der anderen den Geist aufgab. Im Mittelspiel kam dann wohl irgendwie ein Bäuerchen abhanden, das wollte sich Peter mit einer verlockenden Kombination mit Mattdrohung zurückholen. Allerdings rechnete Peter genau einen Zug zu wenig und verblieb stattdessen mit einer Minusfigur, auch hier erfolgte seine Aufgabe prompt.
Zu dieser Zeit war der Mannschaftskampf de facto bereits entschieden, denn sowohl Jana Basovskiy als auch Hans Guggenheim hatten bereits Gewinnstellungen erreicht. Raimo Vollstädt quälte sich nach einem verlockendem, aber etwas verdächtigen Läuferopfer mehr schlecht als recht durch seine Partie.
Hans vollstreckte dann auch zum 4:2-Zwischenstand. Zwar versuchte sein Sandhausener Gegenpart lange aber erfolglos, Hans nach vorn stürmende Bauern von der Umwandlung abzuhalten, bis er schließlich den König streckte.
Jana hatte in ihrer Partie so einige Chancen, ließ aber die eine oder andere liegen, soweit man das auf die Schnelle als Außenstehender beurteilen konnte. So quälte sie sich selbst ein wenig in ein Damenendspiel mit drei Mehrbauern, musste aber etlichen Dauerschachgefahren aus dem Weg gehen. Das meisterte sie jedoch bravourös und brachte unseren Mannschaftssieg endgültig in trockene Tücher.
Nach knapp sechs Stunden gab schließlich Raimo seine Partie verloren, nachdem sein Gegenspieler das Läuferopfer präzise und genau widerlegt hatte und sich auch nicht von den letzten Pattgefahren irritieren ließ.
Alles in allem eine solide Mannschaftsleistung mit einem verdienten Mannschaftssieg, die Verlustpartien beruhten allesamt auf individuellen Fehlern. Allerdings dürfen diese sich bereits im nächsten Heimspiel am 2. Dezember gegen die dritte Mannschaft des SV Walldorf nicht so häufen. Walldorf ist schwer ausrechenbar und kann aus einem großen Spielerpool schöpfen. In der ersten Runde bezwangen sie Aufsteiger Chaos Mannheim II deutlich, während sie heute ebenso klar – allerdings mit massiv schlechterer Aufstellung – gegen SC Viernheim III die Segel strichen. Zumindest bis dahin grüßen wir von der Tabellenspitze, die wir natürlich auch gegen Walldorf verteidigen wollen.
04.11.18, 20:23 von Christian Vetterolf
Letzte Änderung: 04.11.18, 23:12 von Frank Schmidt

SKM - Hockenheim IV 2,5 : 5,5

Das wars dann wohl mit den Aufstiegsträumen. Wir mussten mit drei Mann Ersatz antreten, da Guido, Tatjana und Jana ausgefallen sind, während Hockenheim in Bestbesetzung antrat.Unsere Ersatzleute Matthias, Pascal und Klaus gaben sich zwar alle Mühe und tatsächlich gelang Matthias auch ein Sieg - der einzige für unsere Spieler am heutigen Tag. Rolf, Peter und Raimo spielten Remis, aber für Dirk, Werner, Pascal und Klaus gab es heute nix zu erben. Da unser Konkurrent Chaos Mannheim heute schon wieder kampflos gewonnen hat, sind unsere Aufstiegschancen nur noch theoretischer Natur. Da blicken wir doch neidvoll auf unsere Dritte Mannschaft, die heute die Meisterschaft vorzeitig in trockene Tücher gebracht hat. Glückwunsch! Die sollen uns mal erklären, wie man so was macht, dann schaffen wir das nächstes Jahr auch.

11.03.18, 18:04 von Werner Gutzen

SC Ketsch - SK Mannheim 3:5

Das war harte Arbeit! Die Ketscher traten mit einer sehr ernstzunehmenden Mannschaft an und als Peter schon recht früh einen Materialverlust übersah und aufgeben musste, sah es erstmal nicht so gut für uns aus. Allerdings hielten Jana an Brett sechs und Dirk am Spitzenbrett gegen ihre etwas stärkeren Gegner Remis. Guido und Raimo gewannen ihre Partien, während Tatiana und Rolf Remis hielten. Werner kam das regelmäßige Endspieltraining zugute, sodass unterm Strich ein 5:3 zustande kam.

Insgesamt sind wir in dieser Saison so stark besetzt, daß wir es auch mal auffangen können, wenn ein Spieler mal patzt. Das macht mich eigentlich für die drei noch ausstehenden Partien recht optimistisch.

18.02.18, 17:36 von Werner Gutzen
Letzte Änderung: 18.02.18, 17:53 von Frank Schmidt

Ladenburg III - SK Mannheim 6 : 2

Gegen das Tabellenschlusslicht aus Ladenburg gab es einen deutlichen Sieg. Und das, obwohl Guido prüfungsbedingt fehlte. Dafür rückte Pascal nach, der seine Sache ordentlich machte und ein Remis beisteuerte. Auch Raimo, Werner und Rolf spielten Remis. Dirk, Tatjana, Peter uns Jana gewannen ihre Partien. Am einen oder anderen Brett haben wir ein bisschen Glück gehabt (insbesondere bei Werner), aber unterm Strich haben wir die Pflichtaufgabe souverän erledigt.

18.02.18, 17:27 von Werner Gutzen