Bürgerhaus Neckarstadt West, Vereinslokal des Schachklub Mannheim 1946 e.V.

Berichte SK Mannheim ◂ 1Ergebnisse

SK Mannheim 1 - SK Großsachsen 6:1

Ein Bericht von Raimo Vollstädt.

Vizemeister! 
In der Vorschlussrunde der Bereichsliga Nord 1 sicherte sich die Erste des SK Mannheim mit einem ungefährdeten Sieg gegen den direkten Verfolger SK Großsachsen den Vizemeistertitel.

Im Vorfeld hatten beide Mannschaften mit Aufstellungsproblemen zu kämpfen, die Mannheimer konnten nur zu siebt antreten, die Großsachsener gar nur zu sechst. Somit verbuchte Klaus Overhoff – der natürlich gern gespielt hätte – den ersten Punkt des Tages für den SK.
Auf Grund eines kolossalen Blackouts des Mannheimer Mannschaftsführers Raimo Vollstädt konnte Großsachsen noch einmal egalisieren. Raimo rechnete sich eine schöne Mattkombination zurecht, übersah dabei aber, dass sein Großsachsener Gegner mit seiner Dame einen gefesselten Bauern schlagen konnte und nun seinerseits unparierbar Matt drohte. Aber es sollte der einzige Punkt der Großsachsener an diesem Tag bleiben.
Kurz darauf stellte Rolf Simikin an Brett 6 den alten Abstand wieder her. Rolfs Drohungen hatte sein Gegner nichts entgegenzusetzen, so dass der Mannheimer schnell in ein gewonnenes Endspiel abwickelte.
Am dritten Brett überrannte Hans Guggenheim mit den schwarzen Steinen seinen Großsachsener Gegenüber am Königsflügel. Immer mehr Leichtfiguren brachte Hans um den gegnerischen König in Stellung, öffnete zudem die F-Linie für seinen Turm, um den eigenen Angriff zu unterstützen. Am Ende brach die Stellung seines Gegners in sich zusammen.
Die Partien unseres Mutter-Tochter-Gespanns Tatiana Rubina und Jana Basovskiy, die heute die beiden Spitzenbretter verwalteten, waren eher positionell angelegt. Von beiden kennt man das ja, Stellung kontinuierlich verbessern, Vorteile erarbeiten, Punkt einfahren. So geschehen auch am heutigen Spieltag, sie haben Ihre Gegner einfach ausgespielt.
Bei der Partie von Moritz Briedermann musste man schon zwei Mal hinschauen, so wild sah es zeitweilig aus. Bei ungleicher Materialverteilung ergaben sich Drohungen auf beiden Seiten. Der Mannheimer konnte mit Schwarz auf sein Läuferpaar vertrauen, welches nach langer Rochade vom Damenflügel aus bedrohlich auf den weißen König schielte. Am Ende des Tages stellte Moritz eine Drohung mehr auf als sein Gegner, und diese letzte war nicht mehr zu parieren.
Vor der letzten Runde - am 26. Juni zu Hause gegen den VLK Lampertheim – liegt die Erste des SK Mannheim uneinholbar auf dem zweiten Tabellenplatz – nach oben geht allerdings auch nichts mehr. Wir gratulieren dem SC Ketsch zu einer mit 10:0 Mannschaftspunkten überragenden Saisonleistung und zum Aufstieg in die Landesliga.
Die Dominanz dieser beiden Mannschaften spiegelt auch die Top-10 der Einzelwertung dieser Saison wieder, diese teilen sich die beiden Erstplatzierten friedlich mit jeweils 5 Spielern, wobei die ersten 4 Plätze den Ketschern gebühren.

28.05.22, 13:39 von Christian Vetterolf

SK Ladenburg 2 - SK Mannheim 1 2:6

Ein Bericht von Raimo Vollstädt.

In der nachgeholten 4. Runde der Bereichsliga Nord 1 - die Runden 4 bis 6 wurden Coronabedingt verlegt und werden an die eigentliche Saison hinten drangehängt - war die Erste des SK Mannheim 1946 bei der Reserve des SK Ladenburg zu Gast. Dabei gab es auch ein Wiedersehen mit dem langjährigen SK Mannheim-Mitglied Werner Gutzen, der seit geraumer Zeit in Ladenburg seinen Lebens- und Schachmittelpunkt gefunden hat, und kurzfristig auch die Mannschaftsführung des Gastgebers übernahm. Entsprechend herzlich war das Verhältnis, das Turnierareal in der VHS im Herzen von Ladenburg wurde kurzfristig bis zum nächsten Café ausgedehnt, damit sich die Spieler mit dem notwendigen Koffeindoping versorgen konnten.
Da Ladenburg bei schönstem Sonnenschein und Akkordeonmusik in der Innenstadt nur sieben Spieler an die Bretter bringen konnte, hatte Klaus Overhoff am 8. Brett der Mannheimer einen entspannten Vormittag.
Sowohl Rolf Simikin an Brett 7 als auch Dirk Eulberg an Brett 2 teilten nach ausgekämpften Partien die Punkte. Rolf war am Drücker, aber die Stellung gab nicht mehr her. Dirk verblieb nach einer wilden Variante mit beiderseitigen Chancen - der Mannheimer musste seine Königsverteidigung öffnen, erreichte aber Druck am Damenflügel – in einem Bauernendspiel mit ungleichfarbigen Läufern.
Fast zeitgleich verbuchte am dritten Brett Hans Guggenheim den ersten vollen erspielten Punkt für Mannheim. Nachdem er auf Grund von verschiedenen Ausfällen in der Stammbesetzung des SK Ma 1946 in den letzten Runden immer mit den schwarzen Steinen ranmusste, war sein Sieg an diesem Tag mit Weiß solide herausgespielt und nur eine Frage der Zeit, wann Hans´ positionelle Überlegenheit die Partie entscheiden würde.
Den 4:1-Zwischenstand aus Mannheimer Sicht markierte Mannschaftsführer Raimo Vollstädt mit Schwarz. Sein Ladenburger Gegner lud ihn förmlich zu einem Läuferopfer im Zentrum ein, welches bei genauer Verteidigung sicher händelbar gewesen wäre, so aber ging für den Weißen erst mal nichts mehr. Der König in der Mitte eingesperrt - Rochade unmöglich - eine Drohung an der anderen, und dann muss der Angreifer nur auf die Fehler des Verteidigenden warten. Und die folgten, zumal bei zunehmend knapper Bedenkzeit des Anziehenden.
Zu diesem Zeitpunkt, es liefen noch die Partien an den Brettern eins, fünf und sechs, musste Ihr Berichterstatter leider das Schlachtfeld der 64 Felder verlassen. Am Spitzenbrett bei Mourtada Kaadan war es noch nicht so klar, aber der Raumvorteil, die aktiveren Figuren – das würde schon passen: Voller Punktgewinn.
An Brett 5 bin ich eigentlich bei der bestechenden Saisonform von Matthias Iacsa vom vollen Punktgewinn ausgegangen, die Stellung gab das auch her. Also war es nur eine Frage der Zeit, bis der Sieg vollzogen war.
Ja, bleibt noch Brett 6, Moritz Briedermann. Die Stellung sah gut aus, seine Zeiteinteilung sah sehr gut aus. Es war das erste Mal in einem Mannschaftskampf, dass der Mannheimer SK-Spieler mehr Zeit auf der Uhr hatte als sein Gegner. Das will was heißen!
Beide Spieler hatten in einem Leichtfigurenendspiel jeweils einen Doppelbauern - nichts Dramatisches. Moritz vermochte zuerst, seinen Doppelbauern aufzulösen, jedoch wenig später war bei dem mit Weiß spielenden Ladenburger ein Doppel-Freibauer entstanden. Das sah schon nicht so gut aus für den Mannheimer. Der Rest der Partie entzieht sich leider der Kenntnis des Berichterstatters, aber die Niederlage war wohl folgerichtig.
Mit diesem 6:2 Sieg gegen die Ladenburger Reserve behauptete der SK Mannheim seinen zweiten Tabellenplatz und konnte den SK Großsachsen, der gegen SK Chaos 2 5:3 gewann, um einen Punkt auf Distanz halten. Die Entscheidung über den Vizemeistertitel wird vermutlich bereits in der nächsten Runde fallen, wenn am 22. Mai Großsachsen in Mannheim gastiert. Der Meistertitel indes ist dem SC Ketsch kaum noch zu nehmen, bei 3 Punkten Vorsprung in zwei ausstehenden Runden.
Die Liste der 10 besten Einzelspieler der Saison wird folgerichtig von drei Spielern des SC Ketsch angeführt, deren Mannschaft sich bislang überhaupt keine Blöße gab. Auf den Plätzen folgen Raimo Vollstädt (5,5/7) und Matthias Iacsa (4,5/5) vom SK Mannheim, auch Tatiana Rubina (4/6) ist noch in den Top 10, dessen Plätze allein sechs Ketscher Spieler beanspruchen.

10.05.22, 22:19 von Christian Vetterolf

SK Mannheim 1 - SV Hockenheim 3 4:4

Ein Bericht von Raimo Vollstädt.

In der 9. Runde der Bereichsliga Nord 1 war die 3. Mannschaft des SV Hockenheim im Bürgerhaus Neckarstadt beim SK Mannheim zu Gast. Vom Papier her sollte das eigentlich eine klare Angelegenheit zugunsten der Heimmannschaft werden, deutliche DWZ-Vorteile an allen acht Brettern, teils bis zu knapp 300 Punkten. Aber, wie sagte bereits Wilhelm Busch: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“
Für Klaus Overhoff an unserem 8. Brett war die Angelegenheit recht schnell vorbei. Sein jugendlicher Gegner stellte ihm einen Bauern hin, den Klaus unbedarft mit seinem Springer verspeiste. Danach durfte er aussuchen, Matt oder Leichtfigur weg. Naja, mit dem Springtier weniger war dann nichts mehr zu holen. Ein Brett höher tauschte Rolf Simikin mit Schwarz mit dem Hockenheimer eine Leichtfigur. Danach traute sich sein Gegner mit Weiß nicht mehr, die vierte Reihe zu überschreiten. Rolf kam mit seinen Figuren aber auch nur bis zur sechsten Reihe. Ein kurioser Anblick, ein volles Brett, aber eine komplett leere fünfte Reihe. Der Friedensschluss wurde dann auch alsbald vollzogen.
Recht früh verließen auf beiden Seiten des zweiten Brettes, heute bei den Mannheimern von Dirk Eulberg verwaltet, viele Figuren das Spielfeld. Zunächst lehnte der Hockenheimer in völlig ausgeglichener Stellung ein Remisangebot von Dirk ab und spielte lieber noch einige Zeit weiter. Dann lehnte Dirk wiederum das Remisangebot seines Gegners ab, bis beide wenige Züge später die Partie doch noch friedlich durch Zugwiederholung beendeten.
Fast zeitgleich schaffte Tatiana Rubina am Spitzenbrett den Ausgleich. Mit Schwarz hatte sie ihren Randbauern bereits auf h2 vorgeschoben, dabei waren noch alle Schwerfiguren auf dem Brett. Mit ihrem Springer tanzte Tatiana so lange um die gegnerischen Figuren, bis dieser den Überblick verlor. Es war an Matthias Iacsa an Brett 5, den SK Mannheim nunmehr in Führung zu bringen. Mit einer grundsoliden Partieanlage erarbeitete er sich positionelle Vorteile, die er zunächst in Material- und letztlich in den Partiegewinn umsetzte.
Das 4:2 aus Mannheimer Sicht schoss Moritz Briedermann – und Schießbude trifft es recht gut. Nachdem Moritz erst einen, dann noch einen zweiten Bauern verlor, dachten alle bereits, die Partie ist gelaufen. Zudem kam wieder einmal die katastrophale Bedenkzeiteinteilung des SK-Spielers. Für weit mehr als 10 Züge bis zur Zeitkontrolle verblieben im weniger als fünf Minuten, dem Hockenheimer eine knappe Stunde. Also fing Moritz mehr oder weniger an zu „blitzen“ – und das unglaubliche geschah, sein Gegner sah sich verleitet, dem gleichzutun. Nur stellte er dabei einen Turm ein, autsch. Nachdem das „Geblitze“ weit über den Kontrollzug fortgesetzt wurde, sah sich der Hockenheimer schließlich unparierbaren Drohungen ausgesetzt und gab auf.
Jetzt fehlte nur noch ein halber Punkt bis zum Mannschaftssieg, und so schlecht sah es eigentlich nicht aus. Hans Guggenheim an Brett 3 sah sich zwar mit zwischenzeitlichem Minusbauern mächtig unter Druck, aber Raimo Vollstädt ein Brett dahinter sollte das Remis mehr als sicher haben.
Raimo bildete zwei starke Freibauern im Zentrum, verpasste aber in einer komplizierten Abwicklung die Gewinnfortsetzung. Danach wäre die Partie immer noch Remis gewesen, aber auch diese Fortsetzung fand der SK-Spieler nicht. Das ist insbesondere sehr ärgerlich, weil dies wohl die Schlüsselpartie war, die den Mannschaftssieg kostete. Denn leider vermochte auch Hans aus seiner gedrückten Stellung nichts Zählbares herauszuholen.
Auf Grund der überraschenden Niederlage des VLK Lampertheim gegen die Reserve des SK Lindenhof verbleibt der SK Mannheim zwar auf dem zweiten Tabellenplatz, hat aber nunmehr bereits drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer SC Ketsch. Die sind nach ihrem überzeugendem 6,5:1,5 Sieg gegen SK Neckarhausen weiterhin verlustpunktfrei in dieser Saison. Bei drei ausstehenden Runden – Coronabedingt werden die Runden vier bis sechs hinten an die Saison angehängt – und dem relativ leichten Restprogramm des SC Ketsch wird ihnen der Aufstieg wohl nicht mehr zu nehmen sein.
Bereits in zwei Wochen – am 8. Mai, wird die vierte Runde der Saison 2021/22 nachgespielt. Der SK Mannheim gastiert bei der Reserve des SK Ladenburg, die in dieser Runde die Zweitvertretung des SK Chaos Mannheim mehr als deutlich mit 7,5:0,5 Punkten nach Hause schickten.

24.04.22, 22:11 von Christian Vetterolf

SK Chaos Mannheim 2 - SK Mannheim 1 - 1,5:6,5

Ein Bericht von Raimo Vollstädt.

In der 8. Runde der Bereichsliga Nord 1 – welche nach gespielten Runden ja erst die fünfte ist – gastierte der SK Mannheim bei der Reserve des Ortsrivalen SK Chaos Mannheim. Bedingt durch mehrere Ausfälle – nicht nur durch Corona – entschieden die Mannschaftsführer des SK, die erste Mannschaft mit Spielern der eigenen Dritten aufzufüllen, um zumindest vollständig antreten zu können.
Ähnliche Probleme schien Chaos zu haben, der Gastgeber trat mit einem Spieler weniger an. So war es bei kühlen Temperaturen, aber zumindest Sonnenschein, ein kurzer Auftritt für Niklas Rieger, der unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren musste.
Bei den gespielten Partien punktete Jana Basovskiy bereits nach weniger als zwei Stunden, als sie mit einem dramatischen Einschlag ihren Gegenspieler vor nicht zu lösende Probleme stellte. Wenig länger benötigte Raimo Vollstädt für seinen Sieg, für dessen Gegner bereits nach 20 Zügen Feierabend war.
Der einzige Wermutstropfen an diesem Sonntagvormittag war die Partie von Klaus Overhoff, der seine Gewinnstellung unnötig vergab. Zunächst machte Klaus alles richtig, opferte einen Turm für seinen Mattangriff. Jedoch hätte er diesen vollenden müssen, statt die Figur wieder zu nehmen und mit einer Qualität weniger sitzen zu bleiben.
Wenig später stellte auch am Spitzenbrett die Gegnerin von Tatiana Rubina das Spielen ein. In ohnehin leicht schlechterer Stellung verlor die Chaos-Spielerin ohne Not eine Qualität und damit die Partie.
Bei Michael Falter war inzwischen die Partie zu einem Damen-Turm-Endspiel verflacht, folgerichtig bot der SK-Spieler den Friedensschluss an. Sein Gegenüber lehnte auf Grund des Spielstandes von 4:1 für den SK ab, um im nächsten Zug ohne Zwang die Damen zu tauschen. So auf Gewinn spielen zu wollen, machte nun gar keinen Sinn.
Am zweiten Brett fuhr Dirk Eulberg den nächsten Sieg für den SK Mannheim ein. In der Eröffnung holte sich Dirk bereits einen Mehrbauern, der Rest war einfach nur eine Frage der Technik. Abwicklung ins Leichtfigurenendspiel mit Bauernmajorität am Damenflügel, Gegner in Zugzwang bringen, in die Stellung eindringen, weiteren Bauern gewinnen – lehrbuchreifer Abschluss von Dirk.
Nachdem der Mannschaftskampf jetzt auch rechnerisch zu Gunsten des SK Mannheim entschieden war, durfte Michael Falter endlich mit seinem Gegenüber die Friedenspfeife rauchen.
Den Schlusspunkt setzte Moritz Briedermann, der mit Weiß zunächst auf seine Rochade verzichtete, um einen Bauernvormarsch am Königsflügel zu initiieren. Optisch sah das sehr vielversprechend aus, wäre nicht wieder einmal Moritz´ katastrophale Bedenkzeiteinteilung gewesen. Mit 10 Minuten auf der Uhr hätte der SK-Spieler tatsächlich noch knapp 20 Züge absolvieren müssen. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen, sein Mattangriff schlug rechtzeitig durch. Auch wenn Moritz zwischenzeitlich ein paar bange Momente zu überstehen hatte – er wird sich die Partie sicher noch einmal zu Hause anschauen – eine tolle Leistung von Moritz.
Am Ende stand für den SK Mannheim ein jederzeit ungefährdeter 6,5:1,5 Sieg zu Buche, der eigentlich noch höher hätte ausfallen müssen. Da der bislang verlustpunktfreie SC Ketsch heute spielfrei war, ändert sich nichts am Tabellenbild. Mit 2 Punkten weniger rangiert der SK Mannheim auf dem 2. Tabellenrang, gefolgt vom punktgleichen VLK Lampertheim. Dieser hat allerdings 3 Brettpunkte weniger auf seinem Konto. In der nächsten Runde am 24. April gastiert der Tabellenvorletzte SV Hockenheim 3 in Mannheim.
Erfreulich aus Mannheimer Sicht ist, dass Raimo Vollstädt mit 4,5 Punkten aus 5 Partien die Einzelwertung der Bereichsliga anführt. Allerdings kann er noch von Hans-Peter Detter vom SC Ketsch überholt werden, der bislang 4 aus 4 zu Buche stehen hat. Mit Jana Basovskiy, Dirk Eulberg und Tatiana Rubina sind gleich drei weitere Spieler*innen des SK in den Top 10 vertreten, auch hier nur übertroffen vom SC Ketsch, der 5 Spieler in der Topscorer-Liste zu verzeichnen hat.

03.04.22, 17:25 von Christian Vetterolf

SK Lindenhof 2 - SK Mannheim 1 - 2:6

Ein Bericht von Raimo Vollstädt.

Wieder einmal ist die Saison durch Corona mächtig durcheinander geraten. Nachdem wir die ersten drei Runden der Bereichsliga 2021/2022 noch spielen konnten, kam eine lange Pause, ehe es am letzten Sonntag mit Runde sieben weiter ging. Die Runden vier bis sechs werden an die ursprüngliche Saison hinten drangehangen.
Die Erste des SK Mannheim hatte im Vorfeld zwei Absagen zu verkraften - nein, nicht wegen Corona - aus verständlichen Gründen. Aber Ersatzspieler waren schnell gefunden - und, um ehrlich zu sein, sollte die Reserve des SK Mannheim-Lindenhof nun auch nicht die größte sportliche Herausforderung sein.
Ärgerlicher war dann schon die Absage eines Spielers am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr per Email, welche ich dann auch erst eine Stunde später gelesen hatte. Zum Glück war Klaus Overhoff – der es sich gerade auf seiner Couch bequem gemacht hatte - eine halbe Stunde vor dem offiziellen Spielbeginn bereit, kurzfristig einzuspringen. Vielen Dank dafür, Klaus, das ist nicht selbstverständlich!
Leider war es dann auch Klaus, der nach dem Eintreffen im Spiellokal auf dem Lindenhof direkt schon wieder Feierabend hatte - Lindenhof trat nur zu siebt an. Um so mehr ist die Bereitschaft von Klaus zu würdigen – ich hätte Dir eine schöne Schachpartie gewünscht.
Der Rest des Matches ist eigentlich schnell erzählt, Lindenhof trat an den Brettern 4 bis 6 mit Kindern im DWZ-Bereich von ca. 1300 an, nicht wirklich eine schwere Aufgabe für die SK-Spieler*innen. Den Anfang machte Jana Basovskiy an Brett 4 mit den schwarzen Steinen, indem sie einfach mal einen Turm stibitzte, der noch auf A1 eingesperrt war. Ein Brett drunter legte Raimo Vollstädt nach. Sein jugendlicher Gegner wollte offensichtlich die Schachpartie bis zum Ende genießen, trotz des Rückstandes von einer Leichtfigur und vier Bauern bei nur noch einem eigenen Turm – und der SK-Spieler hatte diesen ja auch noch – spielte er bis zum Matt weiter.
Völlig missraten ist die Partie leider Ralf Kissel an Brett 7. Ohne Not ließ der SK-Spieler einen gegnerischen Freibauern auf der A-Linie zu, der sich dann auch unerbittlich nach vorne schob. Die folgende Abwicklung kostete Ralf einen Turm gegen zwei Bauern, aber selbst die stellte er noch ein.
Blieben noch die drei Spitzenbretter. Am 2. Brett versuchte Tatiana Rubina alles Mögliche, die Stellung ihres Gegners zu knacken, am Ende reichte es nur zur Punkteteilung. Mourtada Kaadan verteidigte wie immer beim SK Mannheim das Spitzenbrett, und hatte mit dem bekannten Jugendtrainer Uwe Brandenburger einen ebenbürtigen Gegner. Und während dessen sich Mourtada in hochgradiger Zeitnot befand - da wurden bei dem Mannschaftsführer des SK Mannheim schon unschöne Erinnerungen wach – gelang es ihm doch, gerade in diesen Zügen seine ohnehin bereits vorteilhafte Stellung zum Partiegewinn zu verdichten. Eine tolle Leistung von Mourtada!
Dirk Eulberg an Brett 3 hatte in der Eröffnung leider einen kleinen – nein, eher einen großen – Blackout, was ihn einen Springer für einen Bauer kostete. Aber Dirk wäre nicht Dirk, wenn er im Anschluss nicht noch einmal seinen ganzen Kampfgeist in die Waage geworfen hätte, seine Partie zumindest Remis zu halten.
Fazit: Alles in allem ein ungefährdeter 6:2 Sieg des SK Mannheim gegen die Reserve des SK Lindenhof, damit verbleiben wir auf dem zweiten Tabellenrang. Spitzenreiter SC Ketsch hielt sich mit einem 6,5:1,5 bei der Reserve von Chaos Mannheim schadlos.
Derzeit sieht die Tabelle etwas unübersichtlich aus, da der SV Walldorf seine vierte Mannschaft aus der Bereichsliga zurückgezogen hat und somit bereits als erster Absteiger feststeht.
Tabellenführer SC Ketsch hat daher in der nächsten Runde am 03. April spielfrei, der SK Mannheim gastiert bei der Reserve von Chaos Mannheim, die sich derzeit mit 4:6 Punkten im Mittelfeld der Bereichsliga befindet.

16.03.22, 00:07 von Christian Vetterolf