Bürgerhaus Neckarstadt West, Vereinslokal des Schachklub Mannheim 1946 e.V.

Berichte SK Mannheim ◂ 1Ergebnisse

SK Mannheim 1 - SC Neckargemünd 4,5:3,5

Erste Mannschaft gewinnt glücklich gegen Neckargemünd.
Ein Bericht von Ralf Kissel.

Als Aufsteiger in die Landesliga war klar, dass die erste Mannschaft keine leichten Sonntagsspaziergänge erwarten würde. Nach zwei Niederlagen gelang heute ein knapper, etwas glücklicher, 4,5:3,5-Sieg gegen die Schachfreunde aus Neckargemünd. Es war bereits ein Kellerduell, denn sie wiesen ebenfalls bisher eine schwarze Nullpunkteweste auf.

Arians Debüt als Mannschaftsführer verlief reibungslos und souverän.

Den Anfang machten Ralf und Matthias mit sicheren Weißremis an den Brettern 8 und 6. Bei mir wies der Gegner eine deutlich bessere Zahl auf und sein Remisangebot in für mich angenehmer Stellung nahm ich daher an. Matthias hatte eine sehr dynamische, aber komplizierte Stellung auf dem Brett, aber nicht mehr allzu viel Zeit, sodass er ebenfalls ins Remis einwilligte.
Tatiana geriet mit Schwarz am Spitzenbrett in einen gefährlichen Angriff am Königsflügel und im Mittelspiel war die Stellung dann nicht mehr zu halten. Peter spielte an Brett 5 mit Schwarz sehr souverän und konnte seine Stellung im Mittelspiel immer weiter verbessern. In bereits sehr schwieriger Stellung, unterlief seinem Gegner ein Einsteller. Bei diesem Zwischenstand von 2:2 blieb es dann eine ganze Weile.
Hans stand mit Schwarz an Brett 3 eigentlich immer sehr solide, aber im späten Mittelspiel fand sein Gegner eine sehr gute Abwicklung und die Stellung brach leider zusammen. Wenige Minuten später glich Rolf an Brett 7 in beiderseitiger Zeitnot aus. Seine Stellung war etwas passiv, aber sein Gegner stellte einzügig einen Turm ein. 3:3.
Jetzt spielten noch unsere Jungendspieler Arian und Mikhail an den Brettern 2 und 4. Mikhail hatte eine sehr komplizierte Mittelspielstellung mit vielen Drohungen auf beiden Seiten. Er spielte aber konsequent auf Angriff. Sein Gegner überblickte die taktischen Feinheiten irgendwann nicht mehr und musste im Endspiel die Qualität ohne Kompensation geben. Das spielte Mikhail dann souverän nach Hause. Erneut wieder sehr stark Arian gegen einen von der Zahl her viel stärkeren Gegner (2101). Arian spielte mutig, angriffslustig aber immer kontrolliert, sodass er eine bessere (gewonnene?) Stellung mit Mehrbauern erreichte, die das Remis und damit den Mannschaftssieg bedeutete. Kurzzeitig stockte uns der Atem, als Arian beim Stand von 4:3 das Remisangebot seines Gegners ablehnte - so sieht Selbstbewusstsein aus!

In der Landesliga ist unsere 1. Mannschaft absolut konkurrenzfähig und der Klassenerhalt absolut machbar. Dies setzt allerdings voraus, dass sie auch möglichst stark aufgestellt wird und möglichst ohne Ausfälle antreten kann! Beim nächsten Mannschaftskampf und Kellerduell in Paimar kann sie dies dann – hoffentlich! - unter Beweis stellen.

Ralf Kissel

20.11.22, 17:54 von Christian Vetterolf
Letzte Änderung: 20.11.22, 18:26 von Frank Schmidt

SF Heidelberg - SK Mannheim 1 6:2

Ein Bericht von Raimo Vollstädt.

In der zweiten Runde der Landesliga Nord 1 gastierte Aufsteiger SK Mannheim bei Verbandsliga-Absteiger SF Heidelberg. Demzufolge unterschiedlich war auch die Rollenverteilung, an 7 der 8 Bretter besaßen die Gastgeber teils deutliche DWZ-Vorteile, lediglich an Brett 7 verbuchten die Mannheimer einen mageren nominellen Vorteil von 13 Pünktchen.
Aber an eben diesem 7. Brett war es Matthias Iacsa, der den Aufsteiger in Führung schoss. In einer superscharfen Partie mit gegenseitigen Rochaden und Angriffen auf den jeweiligen König behielt Matthias die Übersicht, so dass sein Vordringen zuerst durchschlug.
Einen halben Punkt steuerte Peter Kilthau an Brett 6 bei, der eine Leichtfigur gegen zwei Bauern gewann, die jedoch unerbittlich auf seine Grundlinie zuliefen. So gab der Mannheimer die Figur zurück, und es entstand ein Turmendspiel mit sich gegenüberstehenden Bauern.
Am 3. Brett glichen die Heidelberger aus, Jana Basovskiy rechnete sehr lange an einer Variante, um dann festzustellen, dass diese doch nicht spielbar war. Leider machte es ihr folgender Zug nicht besser, Qualle und ein paar Bäuerchen weg.
Ebenfalls Unentschieden trennten sich die beiden Mannschaftsführer. Raimo Vollstädt kam mit Schwarz gut aus der Eröffnung, ehe ihn ein taktischer Einschlag nach einem zu hastig vorgetragenen Bauernvorstoß eben zwei von diesen kostete. Allerdings waren dies jeweils Doppelbauern, und es standen ungleichfarbige Läufer auf dem Brett. Da half dem Heidelberger auch die Rückgabe eines Bauern nicht, die Stellung war blockiert.
Leider sollten das die letzten Mannheimer Punkte an diesem Tag bleiben. Am Spitzenbrett stand Mourtada Kaadan gegen seinen starken Gegner eigentlich sehr gut, kam aber nicht richtig ins Umkehrspiel. Auch eine letzte Dauerschachmöglichkeit nutzte er nicht, so dass sich der Heidelberger Freibauer am Ende durchsetzte.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Nur fünf Minuten später erwischte es am 8. Brett Rolf Simikin, der sich im späten Mittelspiel die Dame einfangen ließ. Weitere 5 Minuten später übersah Mikhail Giorgadze in hochgradiger Zeitnot eine zweizügige Mattdrohung. Zuvor war seine Stellung zwar nicht schön, aber schien durchaus haltbar.
Zu diesem Zeitpunkt war leider bereits klar, dass auch Arian Wick am 2. Brett am Ende mit leeren Händen dastehen würde. In geschlossener Stellung kam dem Mannheimer eine Qualität abhanden, und die einzige freie Linie gehörte dem Heidelberger. Dieser brachte die Partie mit guter Technik auch zum Ende.
Nach dieser 2:6 Niederlage muss sich der SK Mannheim zunächst unten in der Tabelle einsortieren. Am nächsten Heimspiel am 20. November gegen den bislang ebenfalls punktlosen SC Neckargemünd sollten dann endlich die ersten Punkte aufs Konto kommen, sonst wird es bereits eng.

16.10.22, 20:47 von Christian Vetterolf

SK Mannheim 1 - SC Diehlheim 3,5:4,5

Ein Bericht von Raimo Vollstädt.

Als bester Zweiter der vier Bereichsligen Nord hatte der SK Mannheim in der letzten Saison den Sprung in die Landesliga Nord 1 geschafft.
Allerdings hatte sich Mannschaftsführer Raimo Vollstädt den Auftakt gänzlich anders vorgestellt, gleich vier Stammspieler fielen aus. Zum Glück hatte die Mannheimer Drittvertretung spielfrei, so dass es zumindest gelang, acht Spieler*innen an die Bretter zu bringen.
Unser Gast SC Dielheim kam mit einer soliden Aufstellung, welche unter normalen Bedingungen durchaus schlagbar gewesen wäre. So ging es eher um Schadensbegrenzung, auch wenn es am Ende deutlich knapper wurde, als zu befürchten war.
Arian Wick an Brett 2 brachte den SK Mannheim sogar in Führung. Zwischenzeitlich mit zwei Bauern weniger sah es schon eher trübe aus, aber Arian gelang es tatsächlich, noch einen Mattangriff auf das Brett zu zaubern. Auch die letzten Verteidigungsversuche des Dielheimers parierte der Mannheimer geschickt, 1:0. An seiner Bedenkzeiteinteilung sollte Arian noch ein wenig arbeiten, aber wie sagt man: Ende gut, alles gut.
Matthias Iacsa steuerte an Brett 5 ein solides Remis bei, ehe Dielheim am Spitzenbrett ausglich. Der Gegner von Tatiana Rubina entfesselte einen Königsangriff und zerpflückte die Stellung der Mannheimerin. Lange gelang es Tatiana, ihre Figuren zusammenzuhalten, aber irgendwann wurde der Druck übermächtig.
An Brett 6 ging Dielheim erstmals in Führung, Rolf Simikin verlor gegen seinen 100 DWZ-Punkte schwereren Gegner im Mittelspiel die Übersicht und musste die Figuren strecken. An Brett 4 erzielte Mikhail Giorgadze ein sehr sicheres Remis, immerhin war sein Gegenspieler auch 150 DWZ-Punkte stärker notiert.
Noch einmal gelang Mannheim der Ausgleich. Der kurzfristig an Brett 7 eingesprungene Giorgi Giorgadze spielte eine Glanzpartie. Im Übergang vom Mittelspiel zum Endspiel gewann Giorgi einen Bauern und stellte seinen Figuren aktiv auf. Mit dieser Feldüberlegenheit drückte er den Dielheimer immer weiter in die Defensive, bis dieser schließlich Material und Partie geben musste. Eine überaus ansprechende Leistung von Giorgi - man kann durchaus von einem Start-Ziel-Sieg sprechen – und dass gegen einen fast 400-DWZ-Punkte stärkeren Spieler!
Am 8. Brett kam Lennard Böhm zu seinem ersten richtigen Einsatz – schon mehrmals stand er in der letzten Saison in verschiedenen Aufstellungen, konnte aber bislang nur kampflose Punkte einsammeln. Nun also der erste richtige Gegner, und der war gleich mal 430 DWZ-Punkte stärker. Daher hatte Lennard zwischenzeitlich einige bange Momente zu überstehen, verteidigte sich aber umsichtig und konsequent. Im Endspiel gelang es dem Mannheimer, eine Qualität gegen zwei Bauern einzuheimsen – nun war er am Drücker. Gegen Ende war die Stellung möglicherweise für Lennard zu gewinnen – aber das am Brett zu finden, war schwierig. Mit der Punkteteilung darf Lennard sehr zufrieden sein, eine großartige Leistung!
Beim Stand von 3,5:3,5 zeichnete sich die Mannheimer Niederlage jedoch bereits ab. Raimo Vollstädt an Brett 3 kam bei einem Schlagabtausch ein Bäuerchen abhanden. Zuvor war seine Stellung durchaus ansprechend, aber objektiv immer in Remisbreite. Alles Tricksen auf eine Pattstellung half nichts, Raimo musste am Ende dem Dielheimer zum Partie- und Mannschaftskampfgewinn gratulieren.
Wie eingangs bereits erwähnt, mit der Stammbesetzung wäre Dielheim auf dem Papier durchaus schlagbar gewesen. Nichtsdestotrotz muss man allen Mannheimer*innen ein Kompliment machen, der Kampfgeist war da, und alle haben versucht, das Unmögliche möglich zu machen.
In der nächsten Runde gastiert der SK Mannheim beim starken Absteiger SF Heidelberg. Heidelberg will um den Wiederaufstieg mitkämpfen und hat eine entsprechend starke Mannschaft am Start. In der ersten Runde hielt man sich gegen eine Rumpftruppe von Chaos Mannheim (nur 4 Spieler*innen im Aufgebot) locker mit 6,5:1,5 schadlos. Leider gibt es bei den Mannheimern bereits wieder zwei Ausfälle zu verzeichnen – hoffentlich wird dies im Saisonverlauf noch besser.

25.09.22, 22:08 von Christian Vetterolf

SK Mannheim 1 - VLK Lampertheim 7:1

Ein Bericht von Raimo Vollstädt.

Zum Abschluss der Saison 2021/22 in der Bereichsliga Nord 1 hatte die erste Mannschaft des SK Mannheim 1946 den VLK Lampertheim zu Gast. Dieser kam jedoch nur zu sechst, so dass auf Mannheimer Seite Moritz Briedermann und Rolf Simikin bei sommerlichen Temperaturen „frei“ hatten. Sie nutzten die Zeit zu einer interessanten Trainingspartie, die bei ungleicher Materialverteilung sehr spannend anzuschauen war.
Am zweiten Brett bei Tatiana Rubina ging es sehr schnell ins Turmendspiel, welches zunehmend verflachte – die frühe Punkteteilung war die logische Konsequenz. Dann kam die Zeit unserer „Youngster“. Auf Grund dessen, dass die zweite Mannheimer Mannschaft spielfrei hatte, gaben wir Arian Wick und Mikhail Giorgadze eine erste Einsatzmöglichkeit in der Bereichsliga. Schließlich müssen die beiden sich daran gewöhnen, spielen sie doch nächstes Jahr durch den Aufstieg der zweiten Mannschaft in eben dieser Spielklasse. Und was beide heute boten, war durchaus mehr als ansehnlich. Beide belohnten ihr gutes Spiel mit dem vollen Punktgewinn, was gleichfalls den Mannschaftssieg bedeutete. Wenn sie diese Leistungen auch nächste Saison abrufen, werden beide in dieser Spielklasse sehr gut mithalten können.
Am Spitzenbrett musste sich Mourtada Kaadan mit dem starken Lampertheimer Dr. Joachim Sessler auseinandersetzen. Da bekamen die Zuschauer schon einiges an feiner Schachkunst geboten. Mourtada rechnete im Endspiel weit voraus, tauschte den letzten Turm und zog mit seinem Bauern zur Dame ein. Aber einen Zug später holte sich der Lampertheimer Spitzenpieler ebenfalls eine neue Dame. Und jetzt zeigte sich das Ergebnis von Mourtadas Rechenkünsten, der Mannheimer konnte so Schach geben, dass der neuerliche Damentausch unvermeidbar war. Und jetzt entschied das letzte auf dem Feld verbliebene schwarze Bäuerchen zugunsten des SK-Spielers.
Genau rechnen musste am dritten Brett auch der Mannheimer Mannschaftsführer Raimo Vollstädt in einem Leichtfigurenendspiel Läufer gegen Springer. Zwar verfügte Raimo über einen Mehrbauern, das war jedoch zuvor ein Doppelbauer. So war sehr genaues Lavieren angesagt, den gegnerischen Springer in eine ungünstige Position zu bringen, mit dem Läufer die Felder abzuschneiden, ehe der entscheidende Bauernvorstoß gewagt werden konnte. Nach fünf Stunden Spielzeit stand auch hier der volle Punkt auf der Mannheimer Habenseite.
Aber das war noch nichts gegen die Partie von Matthias Iacsa am vierten Brett, die 6,5 Stunden andauerte. Matthias gewann früh eine Qualität und verfügte auch über mehr Raum auf den 64 Feldern. Gefühlte drei Stunden später gab der Mannheimer die Qualität zurück, um sich zwei Mehrfreibauern zu verschaffen. Aber die wollten irgendwie nicht so richtig loslaufen, und nach einigem Geplänkel ging erst der eine Mehrbauer, später dann auch der zweite von dannen. Als beide Spieler kurz davor waren, nur noch mit dem Inkrement zu spielen, einigten sie sich auf die Punkteteilung. Schade für Matthias, für mich sah es so aus, als wäre da mehr drin gewesen. Aber diese Partie wird zumindest reichlich Stoff für die häusliche Analyse geben.

Der Vizemeistertitel der Mannheimer – wieder einmal, muss man sagen – stand ja bereits seit der Vorschlussrunde fest, Glückwunsch an den SC Ketsch, der mit 18:0 Mannschaftspunkten verdient in die Landesliga aufsteigt und auch die besten drei Spieler der Einzelwertung stellt. Lustigerweise – veröffentlicht werden immer die Top 10 einer Liga – sind hier ausschließlich SpielerInnen des SC Ketsch und des SK Mannheim gelistet:
Platz 4 Raimo Vollstädt 6,5/9
Platz 7 Moritz Briedermann 5,5/8
Platz 8 Dr. Tatiana Rubina 5,5/8
Platz 10 Matthias Iacsa 5,0/6

Zu den Einzelleistungen:
Mourtada Kaaden verwaltete das Spitzenbrett gegen durchweg starke Gegnerschaft souverän, konnte allerdings nur fünfmal spielen. Vier Siege und ein DWZ-Zuwachs von 64 Punkten (!) sind sein Lohn, dass muss man erst mal hinbekommen!
Tatiana Rubina trat jeweils viermal am ersten und am zweiten Brett an und spielte sich damit in die Top 10. Tatiana macht 5 DWZ-Punkte gut.
Dirk Eulberg war sechsmal dabei, ebenfalls hälftig verteilt an Brett 2 und 3. Vier Punkte bescheren Dirk ein verschmerzbares Minus von 2 DWZ-Punkten.
Jana Basovskiy konnte auf Grund ihres Abiturs dieses Jahr leider nur fünf Runden spielen, machte daraus aber beachtliche 4,5 Punkte. 37 DWZ-Punkte Zuwachs sind der Lohn für ihre gute Saison.
Hans Guggenheim wird sicherlich nicht ganz zufrieden sein, in sechs Spielen erbeutete er 50 % der Punkte, was ihn 22 DWZ-Punkte kostet.
Raimo Vollstädt holte zwar mit 6,5 aus 9 ein achtbares positives Ergebnis, verliert aber dennoch 6 DWZ-Punkte. Besonders schmerzen wird ihn die vermeidbare Niederlage gegen Großsachsen.
Matthias Iacsa gab in seinen sechs Spielen nur zwei halbe Punkte ab und darf sich über 9 hinzugewonnene DWZ-Punkte freuen. Mit seiner soliden Spielweise ist Matthias immer eine sichere Bank.
Mit jeweils einem Einsatz verstärkten uns einige Spieler der zweiten und dritten Mannschaft in dieser Saison, wenn wir mal wieder Personalprobleme hatten: Arian Wick (1), Christian Vetterolf (0), Mikhail Giorgadze (1), Peter Sewarte (1), Ralf Kissel (0), Michael Falter (0,5) und Niklas Rieger (1).
Gut eingeschlagen hat unser Neuzugang Moritz Briedermann, eigentlich für die zweite Mannschaft vorgesehen, aber sehr schnell zum Stammspieler in der ersten Mannschaft gereift. Leider konnte Moritz mit seinen 5,5 Punkten aus acht Partien seine DWZ nicht ganz bestätigen, 24 Punkte Verlust muss er hinnehmen.
Auch Rolf Simikin musste öfter in der Ersten ran, mit 50 % aus 6 Partien hat er sich achtbar geschlagen. Leider konnte auch Rolf seine DWZ-Zahl nicht bestätigen und muss 30 Minuspunkte in Kauf nehmen.
Ja, und immer, wenn die Not am größten ist, ruft man bei Klaus Overhoff an – und Klaus ist da, selbst wenn es Sonntagmorgens schon halb 10 ist. Dafür den größten Respekt, auch wenn Klaus alle drei Punkte aus seinen fünf Partien kampflos erzielte, allein seine Bereitschaft brachte uns drei Mal in Führung und gab somit auch den „spielenden“ KollegInnen mehr Sicherheit. Klaus, vielen Dank!
Für die neue Saison wünsche ich mir als Mannschaftsführer noch ein wenig mehr Konsistenz bei der Teilnahme an den Mannschaftskämpfen – wir hatten mit mir den einzigen Spieler, der alle Mannschaftskämpfe bestritten hat - dann funktionierts auch vielleicht mal mit dem Aufstieg.

26.06.22, 20:43 von Christian Vetterolf

SK Mannheim 1 - SK Großsachsen 6:1

Ein Bericht von Raimo Vollstädt.

Vizemeister! 
In der Vorschlussrunde der Bereichsliga Nord 1 sicherte sich die Erste des SK Mannheim mit einem ungefährdeten Sieg gegen den direkten Verfolger SK Großsachsen den Vizemeistertitel.

Im Vorfeld hatten beide Mannschaften mit Aufstellungsproblemen zu kämpfen, die Mannheimer konnten nur zu siebt antreten, die Großsachsener gar nur zu sechst. Somit verbuchte Klaus Overhoff – der natürlich gern gespielt hätte – den ersten Punkt des Tages für den SK.
Auf Grund eines kolossalen Blackouts des Mannheimer Mannschaftsführers Raimo Vollstädt konnte Großsachsen noch einmal egalisieren. Raimo rechnete sich eine schöne Mattkombination zurecht, übersah dabei aber, dass sein Großsachsener Gegner mit seiner Dame einen gefesselten Bauern schlagen konnte und nun seinerseits unparierbar Matt drohte. Aber es sollte der einzige Punkt der Großsachsener an diesem Tag bleiben.
Kurz darauf stellte Rolf Simikin an Brett 6 den alten Abstand wieder her. Rolfs Drohungen hatte sein Gegner nichts entgegenzusetzen, so dass der Mannheimer schnell in ein gewonnenes Endspiel abwickelte.
Am dritten Brett überrannte Hans Guggenheim mit den schwarzen Steinen seinen Großsachsener Gegenüber am Königsflügel. Immer mehr Leichtfiguren brachte Hans um den gegnerischen König in Stellung, öffnete zudem die F-Linie für seinen Turm, um den eigenen Angriff zu unterstützen. Am Ende brach die Stellung seines Gegners in sich zusammen.
Die Partien unseres Mutter-Tochter-Gespanns Tatiana Rubina und Jana Basovskiy, die heute die beiden Spitzenbretter verwalteten, waren eher positionell angelegt. Von beiden kennt man das ja, Stellung kontinuierlich verbessern, Vorteile erarbeiten, Punkt einfahren. So geschehen auch am heutigen Spieltag, sie haben Ihre Gegner einfach ausgespielt.
Bei der Partie von Moritz Briedermann musste man schon zwei Mal hinschauen, so wild sah es zeitweilig aus. Bei ungleicher Materialverteilung ergaben sich Drohungen auf beiden Seiten. Der Mannheimer konnte mit Schwarz auf sein Läuferpaar vertrauen, welches nach langer Rochade vom Damenflügel aus bedrohlich auf den weißen König schielte. Am Ende des Tages stellte Moritz eine Drohung mehr auf als sein Gegner, und diese letzte war nicht mehr zu parieren.
Vor der letzten Runde - am 26. Juni zu Hause gegen den VLK Lampertheim – liegt die Erste des SK Mannheim uneinholbar auf dem zweiten Tabellenplatz – nach oben geht allerdings auch nichts mehr. Wir gratulieren dem SC Ketsch zu einer mit 10:0 Mannschaftspunkten überragenden Saisonleistung und zum Aufstieg in die Landesliga.
Die Dominanz dieser beiden Mannschaften spiegelt auch die Top-10 der Einzelwertung dieser Saison wieder, diese teilen sich die beiden Erstplatzierten friedlich mit jeweils 5 Spielern, wobei die ersten 4 Plätze den Ketschern gebühren.

28.05.22, 13:39 von Christian Vetterolf